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Ornithologische Arbeitsgemeinschaft in Bonn und Rhein-Sieg-Kreis

Am letzten Donnerstag fand seit längerer Zeit wieder ein Treffen der OAG Bonn statt, zum ersten Mal komplett digital. Ein halbes Jahr lang hatte es Corona-bedingt keine Treffen der OAG mehr gegeben. Dementsprechend hatte sich viel angesammelt, das es zu besprechen gab und das spiegelte sich auch in der Zahl der gut 30 Teilnehmer*innen wider. Wichtigstes Thema war die Rasterkartierung, die in diesem Jahr in neun von 13 Nordostquadranten erfolgreich durchgeführt worden ist. Insgesamt waren mehr als 50 Personen an der Kartierung beteiligt, die von so manchem Highlight berichten konnten. Für die Erfassung der fehlenden vier Quadranten im nächsten Jahr konnten bereits zahlreiche Kartierer*innen gewonnen werden. Über weitere Mitstreiter freuen wir uns aber natürlich immer, um alle Minutenfelder besetzen zu können!
Im vergangenen Sommer wurden in Bonn wieder die Halsbandsittiche gezählt. Bei der Erfassung konnten etwa 2000 Vögel notiert werden. Die Zählung verlief nahezu synchron in allen deutschen Halsbandsittich-Hochburgen und deutschlandweit konnten etwa 21000 Halsbandsittiche erfasst werden. Die nächste Zählung findet im Winter statt.
Die geplante Vogelzug-Exkursion auf den Villerücken bei Bornheim musste wegen Corona leider abgesagt werden. Schon die Exkursion Anfang September hatte mit reduziertem Teilnehmerkreis stattfinden müssen, die neuen Auflagen lassen eine weitere Exkursion nun leider nicht mehr zu. Trotz der schwierigen Zeiten gelangen den OAG-Mitgliedern in den letzten Monaten aber zahlreiche spannende Beobachtungen: An der Sieg konnten Wiedehopf, Nachtreiher und Zwergdommel beobachtet werden und zuletzt tauchte sogar ein Gleitaar auf. Bei Zugvogelbeobachtungen südlich von Bonn konnten in dreieinhalb Stunden etwa 9000 Buchfinken gezählt werden.
Nach der erfolgreichen Premiere soll nun auch das nächste Treffen online abgehalten werden.
 
 
 

 

 

 

 
Am International Vulture Awareness Day (05.09.2020) zogen vorsichtshalber nur 10 angemeldete Birder mit gebührendem Abstand durch die Kasseler Heide und waren am Ende des Tage weder enttäuscht, keinen Geier noch von dem allseits vorhergesagten Regen etwas abbekommen zu haben.
Bei zeitweise sogar blauem Himmel fiel die nicht stets problemlose Bestimmung der eigentlichen Zielart Wespenbussard umso leichter. Das galt natürlich auch für die überfliegenden Turmfalken, Sperber, Baumfalken, Mäusebussarde, Rotmilane und Kolkraben. Besonders auffällig waren junge Sperber und Turmfalken, die anscheinend viel Spaß daran hatten, alles aufzumischen, was ihren Weg kreuzte. Bevorzugt zwischen verbliebenen Stoppeln rasteten auf den abgeernteten Feldern der ehemaligen Heide Steinschmätzer, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen und Bachstelzen, während über unseren Köpfen häufig nur die nicht immer eindeutigen Flugrufe der Baumpieper, Schafstelzen, Stieglitze, Bluthänflinge, Goldammern, Stare sowie Rauch-und Mehlschwalben zu hören waren. Als aufkommender Wind uns nach Mittag zum Verlassen des Höhenzugs animierte, hatten wir stolze 45 Vogelarten auf der Liste. Wer hätte das am Morgen mit Schirm im Rucksack gedacht! Die komplette Liste steht bei www.ornitho.de unter der Ortsbezeichnung 'Höhenzug zw. Weilberg u. Oelinghoven'.

 

 

Am 25. Mai wurden via ornitho Blaukehlchen in der Kiesgrube Flerzheim gemeldet. Die Art war im Rhein-Sieg-Kreis jahrezehntelang ausgestorben, aber einzelne Brutnachweise aus der Kölner Bucht in den letzten jahren ließen hoffen. Natürlich ließen sich einige Beobachter*innen die Chance nicht entgehen, die Vögel am nächsten Tag auch einmal bei uns zu sehen. Das abendliche Warten auf die Blaukehlchen wurde nicht langweilig: Teichrohrsänger, Gelbspötter, Schwarzkehlchen, Turteltaube, mehrere Wachteln in einem der nahen Felder und viele andere Arten boten tollste Unterhaltung. Dann gegen 21:20 Uhr wurde erst ein männliches und dann auch ein weibliches Blaukehlchen entdeckt. Die Kiesgrube Flerzheim darf nicht betreten werden. Wir beobachteten aus großer Entfernung mit Spektiven. Wie unser Bild verdeutlicht, war es möglich, dank kreativen Einsatzes die geltenden Abstandsregeln einzuhalten. Vielen Dank an die Entdecker!

 

 

Gartenrotschwänze gehören zu den Vogelarten, die in der Region Bonn massive Bestandseinbußen erfahren haben. Einst war die Art bei uns überall verbreitet, lebte in lichten Wäldern, Obstwiesen, Gärten und anderen Lebensräumen. Heute gibt es nur noch wenige Reviere. Die Ursachen für die Bestandsrückgänge sind nicht ganz eindeutig, aber wahrscheinlich spielt der Lebensraum im Brutgebiet eine entscheidende Rolle, auch Gefahren auf dem Zug oder im afrikanischen Winterquartier können nicht ganz ausgeschlossen werden. Gartenrotschwänze brüten aber natürlicherweise vor allem in Höhlen, vielerorts in ansonsten möglicherweise geeigneten Lebensräumen eine knappe Ressource. Ein solcher Lebensraum stellt das Annaberger Feld mitten im Kottenforst dar. Die dort gepflanzten Obstbäume sind überwiegend zu jung, um bereits natürliche Höhlen aufzuweisen. Gleichzeitig können aber regelmäßig Gartenrotschwänze auf dem Zug beobachtet werden. Jonatan Grimm hat seine Beobachtungen dort zum Anlass genommen, um ein Artenhilfsprojekt für die Art zu starten. Gemeinsam mit der NABU-Hochschulgruppe und Biologischen Station wurden Nistkästen angeschafft und in den letzten Tagen aufgehängt. Damit diese auch tatsächlich dem Gartenrotschwanz zu Gute kommen, werden die Fronten erst kurz vor Ankunft der Zugvögel eingesetzt. Auch für den Steinkauz wurden nun Nistkästen installiert. Wir bedanken uns bei Jonatan Grimm für seine tolle Initiative sowie bei der NABU-Hochschulgruppe und der Biologischen Station Bonn, die durch ihr Engagement das Projekt erst möglich gemacht haben. Auf dem Bild sind Jonatan Grimm, Janek Coppers und Marvin Fehn (v.l.) beim Aufhängen einer der Nistkästen zu sehen.

 

 

Termine 2020

 

OAG: 30.01.
BBC
: 27.02.
OAG: 26.03. abgesagt
BBC: 30.04. abgesagt
OAG: 28.05. abgesagt
BBC: 25.06. abgesagt
OAG: 30.07. abgesagt
BBC: 27.08. abgesagt
OAG: 24.09. abgesagt
BBC: 29.10. online
OAG: 26.11. online
BBC: Weihnachtstreffen wird separat angekündigt

Zur Erläuterung:

BBC (Bonner Bird Club - Orni-Stammtisch): 19:30 Uhr, im "Spleen", Sternenburgstrasse 12

OAG Treffen: 19.30 Uhr, Seminarraum im Clas-Naumann-Gebäude des Museums Koenig, Adenauerallee 160

 

 

Exkursionen & Erfassungen

 

Exkursionen:
19.01.2019: Wintergäste am Unteren Niederrhein
14.06.2019: Ziegenmelker in der Drover Heide
24.08.2019: Mornellregenpfeifersuche im Maifeld
28.09.2019: Vogelzug auf der Kasseler Heide

05.09.2020: Vogelzug Kasseler Heide
31.10.2020: Vogelzug Villerücken bei Bornheim - abgesagt
30.12.2020: Wintervogelrallye

 

Erfassungen:
2018: Türkentaube in Bonn
2019: Brutvögel Dottendorf
2020: Rasterkartierung
2021: Rasterkartierung

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